Freitag, 23. Februar 2018

Graffiti und Streetart in Köln

Heute habe ich mir mal gedacht, ich zeige euch mal wieder ein paar Fotos. Mein Mann und ich sind letztens mal wieder durch Köln gebummelt. Dieses Mal aber nicht in der Fußgängerzone in der Kölner Innenstadt, sondern durch Köln-Ehrenfeld. Dieser alte Stadtteil ist momentan sehr angesagt und aus einem ehemaligen Arbeiterviertel ist ein richtig hippes In-Viertel geworden. Wir sind lange nicht mehr in Ehrenfeld gewesen und so war ein Spaziergang im Veedel mal wieder überfällig. Das bunte Treiben sowohl auf als auch links und rechts der Venloer Strasse ist immer wieder schön  und spannend. So findet man auch einige Graffitis, die ich mit der Kamera festgehalten habe. Schöne, witzige oder ausgefallene und sehr phantasievolle Graffitis fotografiere ich immer besonders gerne, sie sind oft richtige Kunst. Finde ich. Aber Kunst liegt ja immer im Auge des Betrachters.
Nun aber zu den Fotos. Eine kleine Auswahl zeige ich euch heute:





eins von vielen Graffiti an der S-Bahn Linie in Köln-Ehrenfeld










wenn ein Buchstabe fehlt . . . wird die Bedeutung gleich eine ganz andere . . .



Deko an einem Briefkasten

eins von vielen Graffiti an der S-Bahn in Köln-Ehrenfeld. 

das ist kein Graffiti, sondern ein Mosaik




Mittwoch, 21. Februar 2018

Crêpes Rucola - Tomate

Langsam werden die Tage merklich länger und da hat man schon wieder Lust auf ein leichtes, frisches Mittagessen. Von daher gab es bei uns jetzt mal wieder gefüllte Crêpes. Tomaten und Rucola sind eine frische Kombi in Verbindung mit Frischkäse und einigen Parmesanhobeln.
Super sind diese Crêpes auch als leichtes Abendessen oder zum Lunch im Büro. Auch auf einem Buffet machen sie sich gut. Dafür braucht man die Rollen nur in schmale Streifen schneiden.




für 2 Crêpes benötigt man:
  • 2 große Eier
  • 2 geh. Essl. Dinkelmehl 630er
  • Vollmilch
  • Pfeffer, Salz, Paprikapulver
  • Butterschmalz oder gutes Olivenöl zum Backen der Crêpes
  • 200 g Frischkäse "Knoblauch"
  • 50 g Rucola
  • 2 große Tomaten, entkernt und in lange, dünne Streifen geschnitten
  • schwarzer Pfeffer, grob gemahlen
  • einige Parmesanhobel

aus obigen Zutaten wird ein nicht zu dickflüssiger Teig hergestellt. Die Konsistenz sollte wie flüssige Sahne sein. Diesen Teig lässt man ca. 15 Min. rasten und schlägt ihn nochmals auf. Sollte er zu dick sein, dann bitte noch mit Milch verdünnen.
In der Zwischenzeit die Tomaten waschen, vom Kerngehäuse befreien und in dünne, lange Streifen schneiden. Rucola waschen und trocken schleudern. Eine große Crêpe-Pfanne oder beschichtete Pfanne erhitzen und Butter oder Olivenöl darin erhitzen. Aus dem Teig 2 goldene Crêpes backen* und zur Seite stellen.

Die abgekühlten Crêpes werden dann mit der Frischkäsecreme bestrichen und darauf kommen dann die Tomatenstreifen, der Rucola, nach Wunsch pfeffern. Wer möchte gibt noch ein paar Parmesanhobel auf das Ganze. Dann die Pfannkuchen aufrollen und schon kann serviert werden. Wenn man sie nicht sofort isst, dann in Klarsichtfolie wickeln und im Kühlschrank kühl stellen. Zum späteren Zeitpunkt kann man sie in dicke Scheiben schneiden und servieren. Ideal für ein leichtes Mittag- oder Abendessen, für den Fernsehabend oder fürs Buffet. Oder man nimmt den Crêpe mit ins Büro.

* ich habe mir vor ein paar Jahren eine gusseiserne Crêpe-Pfanne von LeCreuset geleistet. Im Outlet war sie zum Drittel des Herstellerpreises zu bekommen und da musste die Pfanne mit nach Hause . . . Es ist wirklich erstaunlich, vielleicht aber auch nur Einbildung, aber die Crêpes und Pfannkuchen schmecken aus einer Gusspfanne nochmal so gut (im Vergleich zur beschichteten Teflon-Pfanne). 


in einer gut schließenden Dose sind die Crêpes gut verpackt und eine prima Mahlzeit im Büro

mit einer Gußpfanne gelingen die Crêpes immer sehr gut

↫↭↭❀✿✿❀↭↭↬


gefüllt, aufgerollt und in schmale Streifen geschnitten sind sie prima auf dem Buffet. Hier waren es etwas dickere, gefüllte Pfannkuchen


↫↭↭❀✿✿❀↭↭↬





Sonntag, 18. Februar 2018

schneller kleiner Kuchen

Wochenende ohne Kuchen geht nicht, oder? Deswegen habe ich gestern meine neue, kleine Silikon - Kuchenform getestet. Sie hat genau die richtige Größe für einen 2-Personen - Haushalt. Gerade so  "trockene Kuchen" möchte man nicht einige Tage hintereinander essen, denn dann wäre er wirklich trocken. . . Dann backe ich lieber etwas Neues. Aber dieser Kuchen ist keineswegs trocken, er ist schön saftig und das bleibt er auch mindestens bis zum 3. Tag. Falls dann noch etwas da ist. Mit der Form bin ich sehr zufrieden, der Kuchen ist hübsch geworden, er ließ sich auch sehr gut aus der Form nehmen und das nächste Mal werde ich mal den Kuchen mit einer Schokoglasur in der Form testen. Schaun wir mal. 
Die Rezeptmenge ist für diese kleine Form, solltet ihr eine Kastenform nehmen wollen oder einen Gugelhupf, dann verdoppelt bitte das Rezept.





Schneller kleiner Kuchen 
  • 2 Eier
  • 80 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 100 ml Rapsöl
  • 100 ml Vollmilch
  • 150 g Dinkelmehl 630er
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Eßl. Kakaopulver
  • 3 Eßl. gemahlene Haselnüsse
  • 1 Schuß Rum 
  • etwas Kuvertüre oder Puderzucker

die Eier mit dem Zucker und dem Salz dickcremig aufschlagen. Die Masse muss dick und weißlich sein. Das Öl und die Milch werden dann langsam in die laufende Maschine dazu gegeben und alles gut verrührt. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und nach und nach unterrühren.
Eine kleine Backform einfetten und mit etwas Mehl oder Paniermehl ausstreuen. Die Hälfte des Teiges in die Form füllen. Unter die restliche Masse das Kakaopulver, die Nüsse und den Rum rühren und auf den hellen Tag gießen, nichts vermischen. Wie das Muster hinterher wird ist Überraschung. Die Form in den auf 180°C vorgeheizten Backofen Ober-/ Unterhitze, 2. Schiene von unten, stellen und in ca. 40 Min. golden backen, die Stäbchenprobe nicht vergessen. Es soll kein Teig am Holzspieß kleben bleiben. Bitte den Kuchen beobachten, er soll auch nicht zu dunkel werden. 
Den Kuchen in der Form ca. 10 Min. auskühlen lassen, dann erst auf ein Kuchengitter stürzen. Nach dem Auskühlen den Kuchen noch nach Wunsch mit Kuvertüre besprenkeln oder mit Puderzucker bestäuben.
Nach Wunsch noch mit einem Klecks geschlagener Sahne servieren. Lasst es euch schmecken.

Tipp: der Kuchen ist auch ohne Nüsse und Kakao lecker. . . 







Mittwoch, 14. Februar 2018

Kirsch - Windmühlen

mein Mittwochskuchen ist heute eine Windmühle. Gefüllt mit leckeren Kirschen. Das ist lecker, geht sehr schnell und meist hat man alle Zutaten im Haus. So kann man ganz spontan etwas leckeres zum Kaffee backen. Füllen kann man sie mit allem möglichen, ich habe mich dieses Mal für Kirschen entschieden.
Die Kirsch - Windmühlen sind schön fruchtig, der Blätterteig schön knusprig und am besten schmecken sie, wenn sie frisch gebacken und gerade eben ausgekühlt sind.





Kirsch - Windmühlen 

  • eine Rolle Blätterteig
  • ein Glas Kirschen
  • etwas Zimt
  • etwas Zucker
  • Dosenmilch oder Sahne
den Blätterteig ausrollen und in gleichgroße Quadrate schneiden. In die Mitte jeden Quadrates einige abgetropfte Kirschen geben und mit etwas Zimt bestreuen. Wer möchte kann natürlich die Kirschen auch mit etwas Stärke und etwas Kirschsaft andicken und dann abgekühlt auf den Blätterteig geben.
Von den Ecken des Quadrates den Teig bis zur Mitte einschneiden und ein Teil jeder Ecke zur Mitte klappen. z.B. jede rechte Seite einer Ecke. Das mit allen vier Ecken wiederholen, die Teigspitzen aufeinanderlegen und leicht festdrücken. Schon ist die Windmühle fertig. Die Windmühlen mit etwas Dosenmilch oder Sahne bestreichen und mit etwas Zucker bestreuen. Der Zucker karamellisiert leicht im Ofen und ergibt eine schöne Kruste.
Nach Packungsanweisung im vorgeheizten Ofen in ca. 25 Min. golden backen. Meist sind es 190°C Ober- /Unterhitze
Die Windmühlen auf einem Kuchengitter kurz auskühlen lassen und genießen. Lasst es euch schmecken, guten Appetit.

die Windmühle sieht  richtig lecker und zum Anbeißen aus. 


. . . oder Gebäck 😉



Sonntag, 11. Februar 2018

meine Frühlingsrollen

Auf den Frühling müssen wir zwar noch ein wenig warten, aber Frühlingsrollen kann man immer zubereiten. Das habe ich mir auch gedacht, denn wir hatten mal wieder große Lust auf leckere Springrolls. Beim Chinesen bekommt man ja auch welche, aber die sind nicht immer gut gefüllt und wenn man sie selber zubereitet, dann weiß man was man drin hat und man kann sie ganz nach Wunsch und Laune füllen.
So habe ich letzten Samstag mal wieder welche gemacht. Hach, die waren wieder so gut, mein Mann und ich waren ganz begeistert. Und ruckzuck waren sie schon verspeist. Ich konnte gerade noch ein paar Fotos machen . . . schaut mal hier. Übrigens, füllen kann man sie ganz nach persönlichen Wünschen, ob mit oder ohne Fleisch, erlaubt ist was gefällt. Wenn man bei meinem Rezept das Fleisch weglässt, dann hat man eine prima vegetarische Füllung.
Meine Füllung sah dieses Mal so aus:




meine Frühlingsrollen: ca. 8 Stück

  • 200 g Rinderhack
  • 5 -  Gewürze -  Pulver
  • Sojasauce
  • geröstetes Sesamöl
  •  
  • Rapsöl
  • 1 dicke Zwiebel
  • 5cm Ingwer
  • 1 dicke Knoblauchzehe
  • 1 dicke Möhre
  • 1 geh. Teelöffel brauner Zucker
  • 1/8 Stück Weißkohl
  • 3 Lauchzwiebeln
  • 1 rote Paprika
  • 100 g braune Champignons
  • einige getrocknete  MuErr - Pilze (Wolkenohrpilze)
  •  
  • 16 große Springroll - Teigplatten*, aufgetaut zwischen feuchten Tüchern
  •  
  • neutrales Öl, wie z.B. Rapsöl oder Sonnenblumenöl

das Hack mit etwas 5-Gewürze-Pulver mischen, dann etwas Sojasauce und geröstetes Sesamöl zugeben, alles gut durchrühren und mindestens 1 Std. gut durchziehen lassen. Zwischendurch immer wieder mal rühren.

die getrockneten MuErr - Pilze mit kochendem Wasser übergießen und ca. 30 Min. stehen lassen. Abtropfen, erneut mit kochendem Wasser übergießen. Dann die Pilze gut abtropfen lassen, sehr knorpelige Stücke herausschneiden und den Rest fein hacken.

In der Zwischenzeit alle Gemüse klein schneiden und/oder würfeln. Alle Zutaten bereit stellen.
Den Wok auf höchster Stufe trocken erhitzen. Wenn er heiß ist etwas Rapsöl hineingeben, erhitzen und den Wok damit ausschwenken.

Als erstes das Hack krümelig braten und zur Seite schieben oder herausnehmen. Die Zwiebel golden anbraten, den Ingwer und den Knoblauch dazu geben und weiter braten. Das Hack zugeben, rühren. Dann die Möhren dazu geben, den Zucker, ebenso den Weißkohl. Alles mischen, etwas Sojasauce am Rand entlang zugießen und alles kurz dünsten lassen. Dann die Lauchzwiebeln, die Pilze, MuErr und den Paprika zugeben, gut mischen und noch kurz pfannenrühren. Aber alles soll knackig bleiben. Mit geröstetem Sesamöl und Sojasauce noch abschmecken. Die fertige Mischung vom Herd nehmen und beiseite stellen.

Jetzt können die Frühlingsrollen gefüllt werden. Dafür eine Teigplatte mit Wasser besprühen, ca. vier Eßlöffel Füllung auf das untere Drittel legen, die Seiten darüber schlagen und dann alles aufrollen. Den Vorgang mit einem zweiten Teigblatt wiederholen.

Eine beschichtete Pfanne erhitzen, etwas Öl hineingeben und die Frühlingsrollen rundherum golden anbraten und noch heiß servieren. 

mein Tipp: wer nicht so lange in der Küche stehen möchte, der kann die gefüllten Röllchen auch im Backofen backen. Dafür legt man sie auf ein Backpapier, bestreicht jedes Röllchen rundherum mit etwas Öl und backt sie bei ca. 175°C so lange, bis sie golden braun sind. Eventuell wenden. Wer eine Pyramiden-Backmatte aus Silikon hat, der braucht die Röllchen nicht wenden, wenn sie auf den Silikonspitzen aufliegen. Sie werden durch die Pyramidenmatte rundherum braun, die heiße Luft kann dort wunderbar zirkulieren.

Da kann man nur noch gutes Gelingen und einen guten Appetit wünschen. 

* die Springroll - Teigplatten findet man in der Tiefkühltruhe im Asialaden


die Füllung wird in zwei Teigblätter gehüllt und dann müssen sie nur noch golden gebacken werden.

. . . und hier noch was zum schmunzeln . . .




























Freitag, 9. Februar 2018

Brügge/Belgien - mal anders

Heute habe ich mal ein paar Fotos für euch. Immer nur Rezepte und Bastelsachen ist ja auch langweilig. . . 
viele von euch kennen bestimmt den Spruch "Brügge sehen und sterben". Er stammt aus der gleichnamigen Krimigroteske und Brügge wurde in hübschen Bildern in Szene gesetzt. Vor einigen Jahren haben wir im Februar die wunderschöne, mittelalterliche Stadt Brügge in Belgien besucht - und überlebt 😊. . . Das Wetter war sehr kalt, die Sonne schien vom wolkenlosen, blauen Himmel, die Luft war klar und in der Stadt waren nicht sehr viele Touristen unterwegs. Also die ideale Reisezeit, um die Stadt in aller Ruhe erkunden zu können. 
Brügge zur Winterzeit ist wirklich eine Reise wert und sehr zu empfehlen. Ob wir dieses Jahr auch noch mal einen wolkenlosen blauen Himmel im Winter sehen werden? Bei dem ganzen grau verhangenen Himmel kann man ja ganz melancholisch werden. Deswegen sind heute mal ein paar hübsche Sonnenfotos wichtig.
Wie ihr euch denken könnt, hatte ich etliche Fotos in und um Brügge für unser Fotoalbum geschossen. Einige habe ich mit einem Bearbeitungsprogramm bearbeitet und heute zeige ich euch einige dieser Fotos. Ich hoffe die kleine Auswahl gefällt euch: 





Häuser am Marktplatz in Brügge








Nonnenfigur mit Sonnenbrille, gesehen im Beginenhof in  Brügge 



Gracht in Brügge

Altstadt von Brügge




Abendstimmung am Rozenhoedkaai 








Dienstag, 6. Februar 2018

leckere Rosinen - Krapfen aus Brandteig

Komisch, zur Karnevalszeit werden vermehrt Krapfen gebacken, dabei kann man sie doch das ganze Jahr über backen und natürlich auch essen. Viele von euch werden Krapfen natürlich kennen, aber meist werden sie aus Hefeteig hergestellt. Diese hier sind aber aus Brandteig. Dadurch sind sie besonders saftig und trocknen auch nicht so schnell aus. Ich backe sie in einer Förtchen/Futjes/Ebleskiver/Ballbäuschen/Poffertjes - Pfanne statt in viel Öl in einem Frittiertopf oder auch im Wok **. Die Pfanne hat bestimmt noch mehr Namen, aber egal. . . , ihr kennt so eine Pfanne bestimmt und wie sie aussieht seht ihr auf dem unteren Foto. 
Frisch gebacken und lauwarm schmecken die Krapfen am besten, aber auch kurz nach dem Auskühlen schmecken sie sensationell. Am besten backt ihr gleich die doppelte Menge, sie werden schneller weggehen als die besagten warmen Semmeln. . . 😉 . Ich glaube, wenn mein Mann diese Krapfen hier wieder sieht, dann muss ich dringend wieder welche backen. . . 



Rosinen - Krapfen  aus Brandteig
  •  250 ml Wasser
  • 4 Eßl. Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 2 Eßl. Vanillezucker
alle Zutaten in einen Topf geben und zum Kochen bringen, 
  • 200 g Dinkelmehl 630er
in die kochende Flüssigkeit schütten und sofort mit einem Holzlöffel glattrühren. Solange abrösten, bis sich auf dem Boden eine weiße Schicht bildet und die Masse sich vom Topf löst. In eine Schüssel umfüllen und einige Zeit abkühlen lassen. Dabei ab und an umrühren.
  • 2 Eier
nacheinander mit einem Knethaken unterrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. Zuletzt 
  •  100 g abgetropfte Rosinen, die vorher in etwas Wasser und Rum* eingeweicht waren,
unterrühren. Der Teig wird jetzt zu kleinen Kugeln (in Golfball-Größe) geformt und in heißem Sonnenblumen- oder Rapsöl golden frittiert oder aber in einer speziellen Pförtchen/Futjes/Ebleskiver/Ballbäuschen/Poffertjes - Pfanne auf mittlerer Hitze rundherum gebacken. Das kann pro Backdurchgang durchaus ca. 5-8 Minuten dauern. Lieber etwas länger backen lassen, damit sie innen gar werden.

Nach dem Backen in Zimt-Zucker wälzen und frisch genießen. guten Appetit

* wenn Kinder mitessen bitte den Rum weglassen

** Tipp für das Frittieren im Wok: man benötigt viel weniger Öl im Wok als in einem Frittiertopf. Durch die sich nach oben hin öffnende Form hat man eine recht große Fläche zum Frittieren und die Ölmenge kann deutlich reduziert werden. Ich bevorzuge Rapsöl zum Frittieren.


wie man hier gut sieht, wird sehr wenig Öl zum Ausbacken benötigt und die Krapfen brauchen nur 1x gewendet werden


lecker, wenn die frisch gebackenen Krapfen in Zimt - Zucker gewendet werden






Sonntag, 4. Februar 2018

Chicken - Fajitas

Wer einmal in Texas war, der kommt an TexMex - Food nicht vorbei. Mexikanische Restaurants und Steakhäuser gibt es dort an jeder Ecke und so ist es kein Wunder, dass auch wir Liebhaber der TexMex-Küche sind. Wie sagen wir immer: TexMex-Food ist immer good . . . 😉
Heute möchte ich euch "Chicken - Fajitas" vorstellen. Wer sie nicht kennt sollte sie auf jeden Fall mal probieren. Fajitas sind mittlerweile in Deutschland auch bekannt, aber als wir vor 20 Jahre in Texas waren, da war das komplettes Neuland für uns.
Fajitas sind gefüllte Weizentortillas, die mit Hähnchenfleisch (oder auch Pute oder Steak), Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Guacamole, Sourcream und etwas Reis gefüllt werden. So haben wir sie in Wichita Falls immer gegessen. Das Geheimnis ist die mexikanische Würzmischung, die auf jeden Fall Cumin (Kreuzkümmel) und Chilipulver enthält.
Ich empfehle euch eine fertige Gewürzmischung, die man mittlerweile auch hier in Deutschland bekommt. Sollte man kein Fajita-Gewürz bekommen, dann kann man auch Taco-Gewürz nehmen.




Chicken - Fajitas für 4 Personen:

  • ca. 500 g Hähnchenbrust **
  • 1 Tütchen "Fajita-Gewürzmischung" (z.B. von Old ElPaso)
  • neutrales Öl
  • Pfeffer
  • Salz
  • 2 dicke Zwiebeln
  • 2 rote Paprika, 
  • 2 entkernte Tomaten
  • ca. 200 ml Salsa
  • 1 - 2 Becher SourCream (Schmand)
  • Guacamole  von einer großen Avocado
  • etwas gekochter Reis
  • 8 mittelgroße Weizentortillas
Zwiebeln, Paprika und Tomaten in nicht zu breite Streifen schneiden. Das Fleisch fein schnetzeln und in heißem Öl kross anbraten und mit der Gewürzmischung würzen. Aus der Pfanne nehmen, warmstellen und die Zwiebel golden anbraten. Das Fleisch wieder dazu geben, alles mischen und weiterbraten. Die Paprika und Tomate ebenso zugeben und kurz mitbraten. Die Salsa dazugeben, alles erhitzen und mit Pfeffer und Salz abschmecken. 
Die Tortillas abgedeckt in der Mikrowelle erhitzen und warmhalten. SourCream, Reis und Guacamole bereit stellen.

gegessen werden die Fajitas folgendermaßen:
die erwärmte Tortilla auf einen Teller legen, mit Schmand und Guacamole bestreichen. Etwas Reis auf die halbe Seite geben und verteilen. Nun die Fleischmischung ebenso. Die andere Hälfte der Tortilla darüber klappen und schon kann das Schlemmen beginnen. Guten Appetit.

** Tipp: anstelle von Hähnchen kann man auch Pute oder Steak (z.B. Flanksteak) verwenden. Das Steak bitte nur medium braten und als letztes unter die fertige Gemüse-Saucenmischung geben.














Freitag, 2. Februar 2018

die Avocado - der geriebene Kern und leckere Guacamole . . .

Liebt ihr auch Guacamole, diese leckere Creme, die aus Avocados hergestellt wird? Diese Avocadocreme ist so lecker und gehört bei uns immer zum Homemade Hamburger und manchmal auch zu Quesadillas.
Aber jetzt habe ich wieder mal etwas ausprobiert. Bisher habe ich die Kerne von Avocados immer weggeworfen. Ihr bestimmt auch, oder? Aber wie ich schon vor einiger Zeit gehört und gelesen habe, sollen diese Kerne sehr viele gesunde Stoffe enthalten, die man auch essen sollte. Der Kern hätte viele Vitamine, soll den Cholesterinspiegel günstig beeinflussen und senken, Herz- und Gefäßkrankheiten vorbeugen und sogar Magenbeschwerden lindern. Außerdem sollen die entzündungshemmenden Eigenschaften das Immunsystem stärken und die enthaltenden Antioxidantien vor freien Radikalen schützen. Schon die Ureinwohner Mittelamerikas kannten die positiven Eigenschaften der Avocado und die Mexikaner nennen den Kern heute noch „el corazón del aguacate“, das Herz der Avocado. Jede Menge Infos zur Avocado findet man ausführlich hier bei Wikipedia.

Aber wie immer gibt es auch negative Berichte über den Avocadokern, selbst das Fruchtfleisch soll auch nicht so gesund sein wie man immer hört und liest. Tja, was soll man von allem halten. Ich glaube, wenn man umsichtig damit umgeht und den getrockneten und geriebenen Kern sehr sparsam und nur als Gewürz verwendet, dann ist man auf der sicheren Seite. Und eine ganze Avocado isst man auch nicht täglich. Eine ganze Muskatnuss oder einen 5-Liter Eimer Eis isst man ebenso wenig  ja auch nicht auf einmal,  denn das ist ja auch ungesund . . . Ich halte mich immer an die Regel: von allem ein wenig und nicht zu viel und die Dosis macht das Gift. 


nach dem Raspeln werden der Kern und die Raspel rotbraun

Trotz allem habe ich zwei Kerne meiner letzten Avocados (Sorte Hass) aufgehoben. Ich hab gedacht, wenn das nix wird kann man sie immer noch entsorgen. Und so geht man vor:

den Kern unter fließendem Wasser abspülen und eventuell anhaftendes Fruchtfleisch entfernen. Den Kern einen Tag trocknen lassen und dann die braune Schale entfernen. Ihr wundert euch bestimmt über die braunen Flecken auf dem oberen Foto. Der Kern hatte durch die festsitzende Schale, die ich mit einem Messer entfernt habe, schon braune Flecken bekommen, weil der Kern an den Stellen durch das schälen dort schon oxidiert ist.

Den Kern habe ich fein gerieben und dann muss alles gut durchtrocknen. Durch die Luft oxidiert alles, die Raspel werden braun und das ist aber richtig so. Wenn alles gut getrocknet ist, die Raspel in einem gut schließenden Behälter aufheben.

Die geriebene Avocado kann sehr gut über die Guacamole oder Salat als Topping gestreut werden, ins Müsli oder über den Smoothie. Probiert es aus. Sie schmeckt leicht würzig und wie ich finde auch ein wenig pfeffrig. Wer es noch feiner möchte, der schreddert und mahlt die Raspel noch kurz in der Moulinette, Thermomix o.ä.
Mal sehen, wo wir das Pulver überall einsetzen werden. Solltet ihr es ausprobieren, dann schreibt mir doch, wo und wie ihr es verwendet habt. Ich bin schon gespannt.

eine Bitte habe ich aber:  in den Kommentaren wies mich jemand auf einen kritischen Bericht hin, der die Verwendung des Kerns als ungesund, wenn nicht sogar als giftig hinweist. Ich bin kein Chemiker und kenne mich mit der Toxologie von Pflanzen nicht aus. Lest den Bericht und macht euch selbst ein Bild. Bitte verwendet den geraspelten Kern nur als Gewürz, setzt das gemahlene Pulver nur sparsam ein, verabreicht es auf keinen Fall Kindern und esst auch nicht einen ganzen Kern geschreddert im Smoothie. Ich denke, wenn man das beherzt, dann kann man nicht so viel falsch machen.  Wie heißt es doch: nur die Dosis macht das Gift. Vielen Dank

Ansonsten kann man den frischen Avocadokern auch einpflanzen. Es benötigt etwas Geduld, denn manchmal keimt er und es entsteht eine hübsche Pflanze. . . das ist dann auf jeden Fall die sicherste Methode 😉


links der frisch geraspelte Kern, rechts ist fast schon alles getrocknet und rotbraun geworden

ich habe die Raspel noch ein wenig im Mixer geschreddert, so wurde alles noch etwas feiner

Guacamole  bereite ich so zu:

das reife Fruchtfleisch der Avocado mit der Gabel fein zerdrücken, einen Spritzer Zitronen- oder Limettensaft dazugeben, damit das Mus nicht braun wird. Nun alles mit einer ordentlichen Prise Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, etwas Chilipulver, etwas Cumin und etwas fein geriebener Zwiebel und/oder Knoblauch verrühren und kräftig abschmecken.
Nach Wunsch kann man noch ganz fein gewürfelte und entkernte Tomate unterheben. Nun  die Oberfläche noch mit Folie abdecken So bleibt die Guacamole schön grün. Oder man steckt den Kern hinein, dann soll sie auch nicht braun werden . . . Die Guacamole gut durchziehen lassen. Uns schmeckt sie am besten mit Zimmertemperatur. Aber zur Aufbewahrung bitte in den Kühlschrank stellen. Lasst es euch gut schmecken.






Mittwoch, 31. Januar 2018

Berliner Ballen

Was ich schon immer mal backen wollte habe ich letztens in die Tat umgesetzt: Berliner Ballen. Naja, optisch sind sie nicht ganz so gut gelungen, denn es fehlt der für Berliner Ballen typische helle Rand. Probieren geht halt über studieren. . . Aber sie haben geschmeckt. Gut sogar. Und das ist ja die Hauptsache. Auf jeden Fall werde ich sie nochmals testen, denn mein Ehrgeiz ist geweckt, die Berliner sollen doch ihren hellen Rand haben . . .
Sollten sie mir folglich nochmal mit Rand gelingen, ich werde es euch wissen lassen . . . 😉. Aber vielleciht gelingen euch die Berliner Ballen mit hellem Rand. Das Rezept sieht wie folgt aus:


Berliner ohne Rand - das muss man auch erst mal schaffen . . . 😉

Berliner Ballen , ca. 10 - 12 Stück

  • 500 g Dinkelmehl 630er
  • 20 g frische Hefe
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Vanillesalz
  • 50 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 1 Eßl. Rum 60% *
  • ca. 250 ml lauwarme Vollmilch
  •  
  • Rapsöl zum Ausbacken
  • Puderzucker zum Bestreuen

die Hefe in etwas lauwarmer Milch auflösen. Aus allen Zutaten einen Hefeteig in der Küchenmaschine so lange kneten, bis er nicht mehr am Schüsselrand klebt. Den Teig abgedeckt ca. 30 Min. gehen lassen. Nun Teigstücke abstechen, sie sollten zwischen 50 g und 70 g pro Stück wiegen und jedes Teigstück rund zu einer glatten Kugel rollen. Mit Abstand auf ein Backpapier legen und abgedeckt nochmals gehen lassen, bis sich die Kugeln deutlich vergrößert haben. 
Einen Wok** oder Kochtopf leer erhitzen, das Rapsöl hineingeben und auf 175°C erhitzen. Ich benutze ein Thermometer zur Temperaturkontrolle, oder man hält einen Schaschlikspieß aus Holz ins heiße Öl. Wenn die Temperatur erreicht ist, dann werden viele kleine Bläschen am Spieß sichtbar. Wenn das Öl erhitzt ist einige wenige Kugeln mit der Oberseite nach unten ins heiße Öl legen. Den Deckel kurz schließen und die Berliner ca. 3 Min. backen. Dann wenden und ohne Deckel weitere 3 Min. ausbacken. Auf einem Küchenkrepp die Berliner abtropfen lassen, wenn sie lauwarm sind mit Puderzucker bestäuben und direkt genießen.

* wenn Kinder mitessen bitte den Rum weglassen

** mein Tipp: im Wok kann man sehr gut frittieren, denn durch die nach oben größer werdende Fläche benötigt man nur relativ wenig Öl. Ich habe einen gusseisernen Wok con LeCreuset und der hält die Temperatur auch sehr gut und das Frittieren geht sehr zügig.


frisch mit Puderzucker bestreut schmecken sie am besten